[Produkttest] Hund allein zu Haus – die Furbo Hundekamera

Von Anfang an und bei Happy sogar von klein auf an, hab ich das alleine bleiben mit meinen Hunden kleinschrittig trainiert. Die meiste Zeit des Tages sind sie zwar zusammen mit mir, aber das war ja nicht immer so. Als ich noch meinen Bürojob hatte, mussten sie allein zu Hause bleiben und auch jetzt ist es in manchen Situationen nicht möglich, dass sie mich begleiten. Auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass unser Training gut aufgebaut war, blieb trotzdem der Gedanke, was machen die drei in meiner Abwesenheit wohl? Ob sie über Tische und Bänke gehen? Oder die Nachbarn mit einem Bellkonzert beglücken?

Als die Anfrage von der Firma Karkalis Communications kam, ob ich die Furbo Hundekamera testen wollte, sagte ich sofort zu. Der Gedanke, einfach mal ein Handy zu positionieren, war bereits öfter da gewesen, wurde aber nie umgesetzt. Leise nach draußen und dann mal durch das Fenster schielen, war ebenfalls nicht die Beste Idee. Warum also nicht eine Kamera testen, die genau dafür entwickelt wurde?

Werbung – Die Kamera wurde mir von der Firma Karkalis kostenfrei für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst!

Der Furbo

Das Paket mit der Furbo Hundekamera kam gut verpackt bei uns an. Neben der Kamera an sich, waren eine Beschreibung und Leckerchen enthalten.

Um den Furbo in Betrieb zu nehmen, braucht es gar nicht viel! Einfach den Netzstecker mit dem Furbo und der Steckdose verbinden, die beigefügten Leckerchen von oben in den Furbo füllen und eine Verbindung zum WLAN herstellen. Um die Kamera auch voll nutzen zu können, muss man nun lediglich noch eine App auf dem Handy installieren, aber auch das funktioniert kinderleicht. Man benötigt ein Benutzerkonto, hier kann man dann anschließend die Daten des Hundes eingeben und ihm ein Profil anlegen, allerdings geht dies nur für einen Hund. Das wird bei meinen Dreien also schwierig.

Die Optik

Ich finde die Kamera optisch total klasse! Ich bin selber kein Fan von vielem „Schnickschnack“, daher gefällt mir das schlichte, weiße Design sehr gut. Die Kamera lässt sich bei uns in jedem Raum gut integrieren, ohne großartig aufzufallen. Der hölzerne Deckel gibt der Kamera das gewisse Etwas und schließt die darunter befindlichen Leckerchen luftdicht ab. So müffelt es auch nicht nach Hundefutter.

produkttest furbo hundekamera

Die Funktionen

Die Furbo Hundekamera ist nicht nur eine Kamera, denn sie bietet noch ein paar andere Funktionen. Das wichtigste, ich kann über die Kamera eine 160° Weitwinkel Perspektive des jeweiligen Zimmers sehen.

Bei dieser Kamera handelt es sich um ein interaktives Modell, so dass man über ein 2-Wege-Audio-System sogar mit seinem Hund sprechen kann. Eine Funktion, die durchaus sinnvoll ist, denn zum anderen bekomme ich auch einen „Bell-Alarm“ (in Echtzeit) als Benachrichtigung auf das Handy und werde gefragt, ob ich über die Kamera nach dem rechten sehen möchte. Die Funktion mit seinem Hund zu sprechen, bietet dann also die Möglichkeit, auf seinen Hund einzuwirken, bzw. ihn zu beruhigen. Ich könnte sogar richtiges Verhalten belohnen, in dem ich meinen Hund verbal belohne. Dein Hund macht sich nichts aus verbalem Lob? Kein Problem – auch diese Variante wurde bei der Hundekamera berücksichtigt, denn der Furbo verfügt über eine Leckerlie-Wurf-Funktion. Auf Knopfdruck kann ich meinem Hund also Leckerchen zukommen lassen.

Wie ist das eigentlich wenn ich abends das Haus verlasse und es ist schon dunkel? Auch dazu hat die Furbo Hundekamera eine Funktion, nämlich die Nachtsichtfunktion. Das heißt, ich muss keine Festtagsbeleuchtung zurücklassen, die Kamera bietet auch gute Sicht in der Dunkelheit.

Ebenso kann ich über die App Fotos und Videosequenzen aufnehmen. Dieser Punkt ist für mich ein besonderer, warum genau, dazu komme ich noch im Fazit.

Drei Hunde allein Zuhaus

Ein schlechtes Gewissen auch mal allein weg zu gehen, habe ich zwar nicht, aber dennoch begleitet einen das Gefühl, bzw. die Ungewissheit. Schlafen sie wirklich? Stellen sie irgendetwas an? Bellen sie ununterbrochen?

Von ehemaligen Nachbarn wusste ich zwar, dass es mucksmäuschen still ist und keiner bellt, aber dennoch ist für mich super interessant zu wissen, was da tatsächlich vor sich geht, während meiner Abwesenheit. Das Feedback von den Nachbarn habe ich übrigens vor unserem Umzug letztes Jahr bekommen, d.h. die Situation hier könnte wiederum anders aussehen.

Im Großen und Ganzen hat die Kamera bewiesen, dass es bei uns recht langweilig ist. Es rennt keiner hin und her, es wird zwar mal gebellt, aber das ist auch nur von kurzer Dauer. Juhuuu – es sind keine hysterischen Dauerkläffer! Was das Bellen angeht, hat sich eins bestätigt… Happy bellt GAR NICHT. Das tut sie so auch schon nicht, nur wenn sie sich gruselt – diese Phasen haben wir altersgemäß gerade häufiger, ansonsten ist sie sehr ruhig.

Größtenteils hab ich niemanden auf den Bildern gesehen, das liegt aber einfach daran, dass die Hunde in unserer Abwesenheit Küche und Flur zur Verfügung haben und diese von der Furbo Hundekamera nicht komplett einsehbar sind. Festgestellt wurde im Test jedoch, dass die Reichweite des integrierten Mirkophons recht weit ist, ich bekomme also auch einen Bell-Alarm, wenn die Hunde sich im Flur aufhalten. Einzig Happy liegt immer in der Küche, allerdings von der Küchenzeile verdeckt, das hat sich gezeigt, wenn die Lerckerlie-Wurf-Funktion betätigt wurde, denn sie kam jedes mal aus „ihrer Ecke“.

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Happy wartet auf den nächsten Leckerlie-Wurf

Für euch, als Leser dieses Produkttestes, sind die Videos eigentlich total doof, weil man ja eigentlich nichts drauf sieht. Für mich ist es Bestätigung… zum einen weiß ich, Happy liegt in der Küche auf ihrem Platz und bei den beiden anderen weiß ich, dass sie sich auf ihren „Plätzen“ im Flur aufhalten. Woher ich das weiß, wo ich ja nichts sehen kann? Ich höre auch nichts… beim testen fiel auf, dass die Audio-Funktion wirklich gut ist. Wie bereits geschrieben, wird ja auch ein Bell-Alarm gesendet, obwohl der Hund im anderen Zimmer ist, zudem hört man, wenn die Hunde sich bewegen und durch die Gegend laufen würden. Da ich nichts höre, bestätigt mich das in der Annahme, dass jeder sich seinen Platz gesucht hat.

Mein Fazit

Als ich letztes Jahr das erste mal von der Hundekamera gehört habe, muss ich zugeben, hab ich so eine Kamera in die Kategorie „technische Spielzeuge, die keiner braucht“ eingeordnet. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man seinem Hund das alleine bleiben ordentlich beibringt. Aber das ist ja leider etwas, von dem ich nicht von mir auf andere schließen kann.

Nachdem ich die Kamera nun ausgiebig getestet habe, muss ich sagen, ordne ich sie eher in die Kategorie „sinnvolles, technisches Accessoire“ ein 🙂 Gerade auch aus Trainersicht, finde ich, dass die Kamera toll ist. Wie oft, habe ich Fälle, wo man gern während der Abwesenheit mal drauf schauen möchte, um das Verhalten noch genauer zu analysieren, um zu einem optimalen Trainingserfolg zu kommen. Ist es immer die Langeweile, warum Fiffi eine Zerstörungswut an den Tag legt? Eine der Fragen, die ich mir manchmal stelle und bei deren Beantwortung die Kamera sicherlich behilflich sein könnte.

Besonders gut gefällt mir, dass die Kamera per Weitwinkel ein breites Sichtfeld abdeckt, so hat man wirklich vieles direkt im Blick. Hat man, anders wie bei uns, offenere Räumlichkeiten, ist dies sicherlich richtig toll. Ebenfalls finde ich gut, dass ich über die Kamerafunktion mit meinem Hund kommunizieren kann. Aber Achtung: das sollte zunächst einmal in Anwesenheit probiert werden. Eine Stimme aus dem Nirgendwo irritiert doch sonst sehr, ebenso die Lerckerlie-Wurf-Funktion. Die Wurf-Funktion wird durch ein akustisches Signal angekündigt, welches aus meiner Sicht das einzige, kleine Manko ist.

Die Wurf-Funktion habe nicht in Abwesenheit ausprobiert, sondern mich im selben Raum aufgehalten und dabei festgestellt, Mira findet das Geräusch ziemlich doof. Es macht Sinn, den Hund auf das Geräusch vorab zu konditionieren, allerdings konnte Mira sich so gar nicht mit dem Geräusch anfreunden. Hier wäre es schön, wenn sich das Geräusch auch ausstellen ließe.

Ich kann sagen, die Furbo Hundekamera sorgt bei mir für ein beruhigtes Gefühl. Auch wenn ich vorher wusste, dass in Abwesenheit eigentlich nicht viel passiert, gehe ich jetzt noch beruhigter außer Haus.

Wichtige Punkte im Überblick:

PRO Hundekamera

  • schöne Optik

  • qualitativ hochwertig hergestellt

  • benutzerfreundlich

  • leicht zu installieren

  • 2-Wege-Audio-System

  • Foto- und Videoaufnahmefunktion

  • Nachtsicht

  • Bell-Alarm

  • Echtzeit-Übertragung, max. 1-2 Sekunden verzögert

  • Weitwinkel-Sichtfeld

  • Leckerlie-Wurf-Funktion

CONTRA Hundekamera

  • Signal für die Lerckerlie-Wurf-Funktion

Wer die Furbo Hundekamera haben möchte:

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