Liebster Award – Teil 3

Die Nominierung

Erneut wurden wir für den Liebster Award nominiert und durften tolle Fragen beantworten. Nominiert wurden wir von Cäsar und seinem Frauchen Stefanie – vielen Dank dafür. Es gibt natürlich auch einen Artikel von Cäsar zum Liebster Award, den findet ihr HIER.

Unsere letzte Nominierung ist schon ein wenig her, daher erkläre ich noch einmal ganz kurz, worum es beim Liebster Award eigentlich geht.

Der Liebster Award ist eine Möglichkeit mehr über den nominierten Blogger zu erfahren. Man beantworten die gestellten 10 Fragen, überlegt sich wiederum eigene 10 Fragen und nominiert weitere Blogger. Der Award ist also eine Art Kettenbrief. Normalerweise sind Kettenbriefe so gar nicht mein Ding, aber den Liebster Award finde ich wirklich toll. Es ist eine tolle, wenn auch andere Art sich auszutauschen und einander ein wenig kennen zu lernen.

Da im Moment viele Blogger nominiert sind und der Liebster Award über all zu lesen ist, habe ich mir überlegt, dass ich pausiere und zu gegebener Zeit meine Nominierung nachhole 🙂 Haltet euch also bereit, wir werden auch noch Fragen stellen…

10 Fragen – 10 Antworten

Nun machen wir uns erst einmal daran die Fragen von Stefanie und Cäsar zu beantworten 🙂

1. Wie seid ihr auf den Hund gekommen?

Die Anschaffung meines ersten Hundes war eine wirklich lang überlegte Geschichte… Ich glaube ich habe allein 2 Jahre überlegt welcher Hund, bzw welche Rasse passen könnte. Ob der Hund vom Züchter, aus dem Tierheim oder von Privat kommt. Ob ich das neben dem Job überhaupt bewältigen kann und und und. Viele Gedanken und letztendlich ging es dann ganz schnell 🙂

Ich hatte mich dafür entschieden, keinen Welpen aufzunehmen, sondern einen älteren Hund. Ich war im Tierheim, dort war allerdings nicht der passende Kandidat dabei. Ich habe parallel noch im Internet geschaut und bin dann auf eine Anzeige gestoßen, in der Oskar vermittelt werden sollte.  Über die Rasse hatte ich mich natürlich vorab informiert, also bin ich hin und habe mir Oskar angesehen. Angesehen, verliebt, mitgenommen… So bin ich auf den Hund gekommen. Vielleicht nicht die beste und vernünftigste Variante, aber ich möchte meinen Verrückten nicht mehr missen.  

2. Was war bis jetzt die größte Herausforderung mit eurem 4-Beiner?

Bei Oskar war es seine Unruhe und Nervosität. Er war unglaublich aufgedreht als er zu mir kam. Wir haben lange gebraucht, bis er auch mal entspannt im Körbchen liegen konnte und wirklich auch mal tief und fest geschlafen hat. Entgegen aller Aussagen, dass ein Hütehund sooooo viel beschäftigt werden muss, bleibe ich dabei und sage: Das wichtigste was ein Hütehund lernen muss ist RUHE. 

Mein kleiner Plüsch Jack musste am Montag seine letzte Reise antreten 🙁 , trotzdem schreibe ich mal über meine Herausforderung mit ihm. Jack war an der Leine ein kleiner Proll und wir hatten mit einer Leinenaggression zu kämpfen. Er stand auf zwei Beinen in der Leine und wollte seinem Gegenüber mal eine richtige Ansage machen. Eine Leinenaggression aus Frust, nicht zum anderen Hund zu können, die ich anfangs leider auch noch unbewusst verstärkt hatte. Das haben wir aber auch gut in den Griff bekommen. Der Trainerausbildung sei Dank 😉

Mira wiederum ist charakterlich das komplette Gegenteil zu Oskar und Jack. Sie ist für einen Border Collie sehr klein und zierlich und auch sehr zurückhaltend, manchmal sogar ängstlich. Eine Herausforderung ist es in dem Sinne, dass richtige Fingerspitzengefühl zu haben, denn ab und an macht sie daraus auch echt eine Show. Sie hatte gelernt, dass man mit dieser Masche zum Erfolg kommt. Aber nicht mit mir! Jetzt lernt sie vieles kennen und merkt, dass alles nur halb so schlimm ist.

3. Wie würdet ihr euren Charakter beschreiben?

Meinen Charakter? Oh oh… Ich bin ein ungeduldiger, manchmal sehr impulsiver Mensch, mit einer leicht perfektionistischen Ader. Im Hundetraining ist die Kombi aus Ungeduld und Perfektionismus nicht sehr vorteilhaft. Oskar & Mira zeigen mir meine negativen Charaktereigenschaften immer besonders deutlich auf, denn dann funktioniert natürlich GAR NICHTS. Sie sind wirklich tolle Lehrmeister darin sich in Geduld zu üben und auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Zum Glück habe ich diese Eigenschaften nur in Bezug auf mich selbst, habe ich Kunden im Training, bin ich die Geduld in Person. Das ist schon merkwürdig 😀

Außerdem bin ich ein Mensch, dem Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Ein Mensch, dem seine Freiheiten wichtig sind. Ein Mensch dem es heutzutage viel zu sehr an Menschlichkeit mangelt.

4. Was war das peinlichste, was euch unterwegs mit Hund passiert ist?

Es war tolles Wetter und wir sind an den Strand gefahren. Am Strand angekommen suchten wir uns ein tolles Plätzchen, um das tolle Wetter und den Strand so richtig zu genießen. Wir hatten Spielzeug mitgebracht und extra vorher geschaut wann Flut ist, so dass wir ins Wasser gehen konnten. Ich war dabei meine Sachen zu verstauen, die Decke auszubreiten und Oskar lag an der Leine neben mir. In einigen Metern Entfernung hatte sich eine Familie ausgebreitet. Die Mutter holte gerade das Mittagessen heraus, wollte die Kinder dazu rufen und der einzige der sich angesprochen fühlte war Oskar… Mit zwei großen Sätzen war er auf der Decke der Familie angekommen und hatte schon die Nase in der ersten Tupperdose. Ich war so perplex, die Mutter ebenso, dass ich erst einmal wie angwurzelt stehen blieb. 

5. Sommer oder Winter?

Ich bin kein Mensch, der heiße Temperaturen mag, von daher WINTER 🙂 Bis 25 Grad, mit einem leichten Wind ist alles in Ordnung, alles da drüber geht gar nicht. Das ist einfach nicht meins. Kein Wohlfühl-Wetter. Außerdem… wir lieben Schnee. Gut, den gibt es bei uns in Norddeutschland auch nicht in Hülle und Fülle, aber den mögen wir sehr gern.

6. Was bringt euch so richtig auf die Palme?

Unehrlichkeit und scheinheiliges Getue… das steht bei mir ganz oben. Ich hasse es, wenn man Menschen direkt anmerkt, das sie einen beispielsweise nicht mögen, aber trotzdem übertrieben freundlich sind. Sorry, aber wie armselig ist das? Ich kann mich auch, selbst wenn ich mein Gegenüber nicht mag, normal verhalten!

7. Kennt ihr diesen Moment, wo man voller Stolz platzen könnte? Was war das bei euch?

Das sind bei mir die Moment, wo ich eines meiner Ziele erreiche. Die abgeschlossene Ausbildung zur Hundetrainerin zum Beispiel, oder der Schritt in die Selbstständigkeit. In Bezug auf meine Hunde, wenn ein nettes Feedback kommt, vor allem dann, wenn ich selbst in dem Moment wieder zu viel verlange und einem durch das Feedback auffällt, wie toll eigentlich alles läuft.

8. Wie seid ihr auf das Bloggen gekommen?

Ich verfolge schon länger einige bekanntere Blogs, fasziniert hat mich das bloggen schon länger. Als ich auf meine Selbstständigkeit hin gearbeitet habe, kamen die ersten Überlegungen, was man denn zusätzlich noch machen könnte. Ich finde, das bloggen ist gerade für Selbstständige in der Hundebranche eine gute Möglichkeit Wissen und Informationen zu streuen. Lustige Geschichten aus dem Alltag dürfen natürlich nicht fehlen, auch im Hundetrainer-Haushalt läuft nicht immer alles glatt (und das ist auch gut so!). Bloggen ist eine gute Möglichkeit mit vielen Menschen in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Ich bin noch nicht so lange dabei, erst einige Monate, mir ist vieles noch ein Rätsel und auch die Beiträge an sich sind sicherlich noch sehr ausbaufähig. Aber wir tasten uns da noch heran, steigern den Content… 😉

9. Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Ich möchte mich aus meinem derzeitigen, festen Job verabschieden und als Hundetrainerin meinen Unterhalt verdienen. Das ist es, was mich glücklich macht. Ich wünsche mir, dass sich diesbezüglich noch ganz viele tolle Möglichkeiten bieten, dass ich einen Trainingsplatz finde, dass ich noch ganz viele tolle Seminare besuchen kann und ich freue mich auf viele tolle Trainingseinheiten.

10. Was ist euer Lieblingszitat?

Hm… das ist schwierig! Ich bin so eine Zitate- und Sprüchetante, daher gibt es da so einige 🙂 Ich habe mich mal für drei Zitate entschieden:

Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.

Friedrich II. der Große

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

Alexis Carrel

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.

Pearl S. Buck

Das hat wieder viel Spaß gemacht, tolle Fragen 🙂

Wir werden nun die Nase und Ohren in den Wind halten und etwas Sonne genießen!

Und denkt dran… unsere Nominierung holen wir nach, es folgen also noch Fragen.

Liebe Grüße,

Nicole mit Oskar & Mira und Jack im Herzen

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