Hundetraining – das ist mir wichtig!

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Hundetraining – das ist mir wichtig!

Hundetraining – das ist mir wichtig!

Kürzlich gab es auf meiner Facebook Seite einen Post zu genau diesem Thema „Was ist Hundetraining? Was macht man im Hundetraining?“. Es ging um die Beantwortung der Frage, ob Hundetraining ein Training am Hund oder am Menschen ist. Da mir dies unglaublich wichtig ist und ich mich genau hierüber mit dem Hundetraining identifiziere, möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen.

Folgenden Text hatte ich auf Facebook veröffentlich:

Wenn einen die kleine Nichte fragt, was man denn in der Hundeschule eigentlich so macht. Was die Hunde denn lernen würden…

Ich glaube, sie wäre enttäuscht, wenn ich ihr erkläre, dass es nicht nur Spiel & Spaß bedeutet.  Das es in erster Linie um den Menschen geht, der lernen muss. Das der Hund „nur“ Helfer, Wegweiser und Lehrmeister ist.

Bei meiner Arbeit in der Hundeschule geht es um den Menschen. Es geht darum, den Menschen mit dem Hund (wieder) zusammen zu führen. Ein Team zu formen und dabei auf beider Belange zu achten.
Manchmal geht es auch darum, dem Menschen wieder zu zeigen, dass es Spaß macht einen Hund zu haben. Es geht darum, ihn in seiner Erziehungsarbeit zu unterstützen. Ihm zu zeigen, wie man ein verlässlicher Partner für seinen Hund wird.

Mensch und Hund haben eigene Persönlichkeiten, Interessen, Vorlieben, Wünsche/Bedürfnisse und Ziele. Diese gilt es unter einen Hut zu bekommen.

 Eine Arbeit an der Blickrichtung, mit dem Ziel in die gleiche Richtung zu schauen! 

Es geht darum, den Menschen anzuleiten, seinen Hund zu verstehen, ihm zu zeigen warum ein Hund tut was er tut und wie man damit umgehen kann.

Auch geht es darum, zu jeder Zeit absolut ehrlich zu sein! Menschen in der Arbeit mit ihrem Hund zu loben, ihnen dadurch das Gefühl zu vermitteln, auf dem richtigen Weg zu sein. Sie zu bestärken in dem was sie tun, ihnen Sicherheit zu geben!
Aber es geht eben auch darum, direkt und offen zu sein, wenn etwas droht aus dem Ruder zu laufen.

Es ist schön zu beobachten, wie Menschen lernen ihren Hund zu führen, ihren Hund zu verstehen, wie aus Mensch & Hund ein Team wird. 

Der Hund ist nicht Schüler, sondern Lehrmeister!

Was mir dabei wichtig ist, ist die Individualität eines jeden Mensch-Hund-Teams. Es gibt nicht DIE EINE Methode, den einen Weg mit seinem Hund zu arbeiten.
In der Hundeschule geht es darum, den passenden Weg zu finden oder ihn passend zu machen.

Quelle: Facebook – Leinenengel

Hundetraining – ein Training am Hund?

Sicherlich ist der Hund einer der Beteiligten im Hundetraining, aber er ist nicht zwangsläufig derjenige, der trainiert werden soll oder muss. Es geht viel mehr darum, dem Menschen zu vermitteln, wie er seinen Hund zu lesen hat und warum ein Hund tut, was er tut. Ihr kennt so Sätze wie „Schuld ist immer nur das andere Ende der Leine!“, oder? Ich würde jetzt nicht unbedingt von Schuld sprechen, viel mehr ist es so, dass zwei Individuen aufeinander treffen, die völlig unterschiedliche Sprachen sprechen.

Mein Job ist es, zu dolmetschen und dem Menschen die Kommunikation des Hundes nahe zu bringen.

Oberstes Ziel ist daher die Arbeit an der Blickrichtung. Wie wollen wir miteinander kommunizieren, wenn wir „nicht in die gleiche Richtung schauen“? Das geht nicht, bzw. bringt uns das einige Schwierigkeiten und jede Menge Missverständnisse ein.

Kürzlich habe ich für meine Hundeschule ein Motiv für ein T-Shirt zeichnen lassen, welches eigentlich genau dieses widerspiegelt.

“ … muss kein Traum bleiben!“ – genau so sehe ich das auch!

Ich möchte meinen Kunden dabei behilflich sein, (wieder) Spaß mit ihrem Hund zu haben. Denn das ist es, was leider oft verloren geht. Oft rutsch man in eine Abwärtsspirale aus Frust und Enttäuschung, aus der man es allein nicht mehr heraus schafft.  Dabei sind es meist nur kleine Stellschräubchen, an denen man drehen muss, damit es funktioniert.

Ist es nicht auch so, dass oft der Blick für das Wesentliche verloren gegangen ist, oder der Mensch dazu neigt, die Beziehung zu seinem Hund und den Umgang miteinander „zu zerdenken“.

leinengel Hundetraining

Zeige, was auch Du schon erreicht hast und mache anderen Mut! Das Shirt kann man HIER kaufen.

Individualität – das A&O

Jedes Mensch-Hund-Team ist individuell, dementsprechend sollte auch das Training individuell sein. Das ist der für mich absolut wichtigste Punkt im Hundetraining. Ebenso ist genau auch das der Punkt, der mir anfangs das Leben mit meinem Hund schwer gemacht hat.

Es gibt so viele Methoden und Techniken mit seinem Hund zu arbeiten. Ich finde es falsch, die eine Technik oder die eine Methode als das Non-plus-ultra anzupreisen, denn so ist es nicht. Viel wichtiger finde ich, offen für Neues zu sein und sich aus allem das Beste heraus zu suchen. So entsteht ein Werkzeugkasten, an dem wir uns je nach Hund und Situation bedienen können.

Aber Vorsicht! Wichtig ist natürlich dennoch, nicht à la „heute ein wenig hier von, morgen ein wenig hier von“ zu verfahren! Trainiere ich etwas mit meinem Hund, nach welcher Methode auch immer, sollte ich mir schon Zeit zugestehen, diese zu verinnerlichen und entsprechend umzusetzen. Und noch bevor ich es umsetze, entscheide ich, ob ich mich mit der jeweiligen Methode grundsätzlich identifizieren kann. Eine halbherzige Umsetzung wird keinen Erfolg bringen.

Hundetraining Blickrichtung

Zurück zum Bauchgefühl

Viele Leute, die zu mir kommen, haben eigentlich schon ein ziemlich gutes Wissen rund um den Hund. Das was mit der Zeit verloren gegangen ist, ist das Bauchgefühl und der Blick für das Wesentliche. Hierzu kann ich nur sagen – hört auf Euren Bauch, hört auf Eure Intuition!

Ich habe selbst merken müssen, wie wichtig das ist. Beim ersten Hund, ich hatte mir auch schon jede Menge Wissen angeeignet, mich „durchgewurschtelt“, habe ich aus dem Bauch heraus gehandelt, ganz intuitiv. Mit jedem weiteren Hund, der dazu kam, habe ich etwas von meinem Bauchgefühl eingebüßt. Ich wusste in Sachen Training schon was ich wollte und was mir wichtig war, ich hatte wirklich viel gelesen, an Seminaren teilgenommen, und und und.

Aber… das beste Wissen, die besten Methoden und Techniken, ersetzen kein Bauchgefühl! Spul nicht einfach nur Wissen ab, wende nicht einfach nur eine Technik an, weil man sie in der jeweiligen Situation nutzt. Höre auf Dein Bauchgefühl und bediene Dich aus deinem Werkzeugkasten! Erfasse Situationen und Momente und entscheide spontan, ohne lange darüber nachzudenken.

Transparenz

Bei mir gilt: Mach Dir selbst ein Bild – was Du siehst, bekommst Du auch! Ob das nun Beiträge bei Facebook, Instagram und Co. sind, oder ob Du einfach mal als Zaungast vorbeischaust. Mach das ruhig! Ich biete immer an zunächst mal gucken zu kommen oder ein Erstgespräch zu buchen, wo wir ganz allein über Deine Themen sprechen. Auch hier spiegelt sich Fairness wider. Blindlings Kurse zu buchen, um dann festzustellen „oh, das ist so gar nicht meins!“, damit ist in erster Linie Dir nicht geholfen und mir natürlich auch nicht.

Ich finde Erstkontakt wichtig, ob nun ein nettes Telefonat, ein Erstgespräch bei Dir vor Ort und ein erster Eindruck auf dem Übungsplatz, wenn Du dann entscheidest, dass meine Art zu Coachen nicht Deine ist, dann ist das völlig ok. Manchmal mag die Suche nach einer passenden Hundeschule dauern, aber ich bin der Meinung, dass es für jeden das passende gibt.

Ebenso behalte auch ich mir das Recht vor, ein Training  und somit auch einen Kunden abzulehnen. Empfindest Du das als überheblich? Das ist es ganz und gar nicht. Im Gegenteil, eigentlich ist auch das nur fair. Was für Gründe auch immer das sein mögen, warum ich einen potentiellen Kunden ablehne, würden wir dennoch zusammen trainieren, würde sich dies auf das Training negativ auswirken. Das Ende vom Lied sind dann zwei frustrierte Menschen. Das muss nicht sein!

Für jeden Topf gibt es den richtigen Deckel, auch in Sachen Hundetraining!

Der Unterricht

Fangen wir einmal bei den Welpengruppen an. „Gut geführt“ ist hier das Zaubertwort! Wollen wir doch den bestmöglichen Start für die Welpen, wie kann ich dann in einem Wirrwarr von 10 und mehr Hunden als Trainer noch den Überblick behalten!? Wie soll ich bei solch großen Gruppen gleichzeitig noch den Haltern vermitteln, was man laufen lassen kann und wo einzugreifen ist? Unmöglich finde ich! Nicht selten hört man dann von Welpengruppen, wo an allen vier Ecken des Übungsplatzes Menschen mit Wasserpistolen stehen, um zwischen durch einmal gut gezielt „einzugreifen“. Das kann doch wirklich nicht unser Anspruch an eine gute Vorbereitung des Welpen sein!!

„Gut geführt“ heißt für mich: überschaubare Gruppen von maximal 6 Mensch-Hund-Teams. Machen wir uns doch nichts vor, alles über 6 Teilnehmern, wird auch für mich als Trainer schwierig. Alle Teilnehmer haben Fragen und möchten diese natürlich auch beantwortet bekommen. Ab einer gewissen Gruppengröße ist das einfach nicht mehr adäquat machbar.

Auch für den Hund ist es nicht sinnvoll. Hier greift nicht das Motto „viel hilft viel“! Im Gegenteil, bei einem Gewusel von beispielsweise 10 Hunden und Haltern, die den richtigen Umgang und das richtige Eintschätzen von Situationen erst lernen wollen, geht vieles einfach unter. Sehr zu Lasten des Hundes! Mobbing und Raufereien, die nicht sein müssen, sind an der Tagesordnung. Erfahrungen, die der Hund NICHT machen muss.

In den nachfolgenden Kursen für Junghunde und erwachsene Hunde wird nach dem gleichen Motto verfahren: „gut geführt“! Auch hier gibt es nicht mehr als 6 Teilnehmer je Gruppe. Ganz wichtig außerdem ist es, immer ein Auge darauf zu haben, kein Team – weder Hund, noch Mensch – zu überfordern. Aus diesem Grund gestalte ich meine Stunden immer abwechselnd mit Theorie- und Praxisanteilen, bei den Welpen kommt dann natürlich noch das Freispiel, zum Erlernen sozialer Fähigkeiten hinzu. In Welpengruppen wird noch viel gespielt und Übungen wohl dosiert eingebaut, währenddessen die Spieleinheiten in den anderen Gruppen entfallen.

Ich finde, man sollte seinem Hund nach der Arbeit (nichts anderes ist Hundeschule und das Üben von Signalen o.ä.) eine Ruhepause gönnen. Es ist doch bekannt, dass Hunde im Schlaf, bzw in Ruhephasen verarbeiten, so verhält es sich auch mit Gelerntem.

Spielgruppen sind auch ein Thema. Mit Spielgruppen könnte ich mir sicherlich eine goldene Nase verdienen. Will ich aber nicht! Meine Erfahrungen mit Spielgruppen sind eher mäßig bis schlecht. Mit „Leine los“ ist es hier einfach nicht getan. Wie viele Hunde, die zum Halter kommen und Schutz suchen, werden oftmals mit den Worten „nu geh mal spielen“ wieder in Richtung anderer Hunde geschubst. Wie viele Fehlinterpretationen es hier gibt, lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen. Wo Raufereien ausarten, Mobbing an der Tagesordnung liegt und keinerlei Schutz geboten wird, sondern im Gegenteil, der Hund noch abgewiesen wird, soll der Spaß im Vordergrund stehen?

Für mich gibt es nicht schöneres, spielenden Hunden zuzusehen und die Interaktion zwischen den Hunden zu beobachten. Ich rede aber von RICHTIGEM SPIEL, dazu bedarf es keiner Spielgruppe mit möglichst vielen, zum Teil fremden Hunden. Sich mit ausgesuchten Menschen und ihren Hunden zu treffen, wo die Hunde sich gut kennen, bringt den Hunden viel mehr.

hundetraining das ist mir wichtig

Auf den Punkt

Kurz und knackig noch einmal alle Punkte, die mir im Hundetraining wichtig sind und die ihr natürlich auch bei mir bekommt:

  • Verständnis für Dich und deinen Hund

  • individuelles Training

  • absolute Ehrlichkeit und Offenheit, immer zum Wohle von Mensch und Tier

  • einen gut gefüllten Werkzeugkasten für Dich und deinen Hund

  • Transparenz – keine geheimen Methoden/Techniken und die Möglichkeit meine Hundeschule vorab kennen zu lernen

  • kleine Gruppen

  • Zeit für Deine Fragen

  • in Gruppen für Welpen und Junghunde Handouts für Zuhause zum Nachlesen des Unterrichtsstoff

An diesem Artikel merkt ihr, wie wichtig mir eine gewisse Philosophie ist, MEINE Philosophie. Das ist auch ganz richtig so, darüber identifiziere ich mich mit dem Hundetraining. Warum ich diesen Beitrag schreibe? Klar, zum einen möchte ich natürlich, dass Menschen auf mich und meine Hundeschule aufmerksam werden, zum anderen ist dies aber vielleicht bereits der erste Schritt für Dich zu entscheiden, ob auch Du dich mit meiner Philosophie identifizieren kannst.

Falls Du dich angesprochen fühlst, scheue Dich nicht und nimm gern Kontakt auf!

Meine eigenen Erfahrungen, auf der Suche nach der richtigen Hundeschule kannst Du übrigens auch HIER nachlesen.

Weitere interessante Beiträge zum Thema Hundeschule:

EquiCani – So findest Du die richtige Hundeschule

Haustier Notfallkarte – 15 Anforderungen an eine gute Hundeschule

Smarties Life – Wie findet man eine gute Hundeschule / einen guten Hundetrainer

By |2018-06-03T19:46:41+00:00Juni 3rd, 2018|Hundherum, Persönliches, Training|2 Comments

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Hi, ich bin Nicole, Hundetrainerin mit Leib und Seele. Hier werde ich regelmäßig rund um den Hund berichten. Bei Fragen rund um das Thema Hund kannst Du mir gern eine EMail schicken. Falls du unsere Tipps und Hinweise gut findest dann teil Sie gerne deinem Netzwerk mit - Danke. Hier machen wir auch mit: Facebook | Hundeschule Leinenengel bei Google + |

2 Comments

  1. Nico 11. Juni 2018 um 13:58 Uhr - Antworten

    So, genau so stelle ich mir eine Hundeschule vor.
    Schade dass Du so weit weg bist, trotzdem danke für den Beitrag.

    • Nicole Funk 11. Juni 2018 um 14:19 Uhr - Antworten

      Es freut mich, dass Du dich mit meinen Vorstellungen einer Hundeschule identifizieren kannst! Vielen Dank für Deinen Kommentar 🙂

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