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Der Ritterweg in Westerstede – wunderschönes Ammerland

//Der Ritterweg in Westerstede – wunderschönes Ammerland

Der Ritterweg in Westerstede – wunderschönes Ammerland

Der Ritterweg in Westerstede – wunderschönes Ammerland

Als gebürtige Ammerländerin kenne ich das ein oder andere schöne Fleckchen Erde in dieser Region, dennoch gibt es immer noch so viel zu entdecken. Mich zieht es immer wieder in diese Region in der Nähe von Oldenburg (Nds.). Wohne ich nun selbst im Landkreis Cloppenburg, direkt angrenzend ans Ammerland, so zieht zumindest die Hundeschule in Kürze zurück in dieses schöne Fleckchen Erde. Wer also Anleitung beim Training mit seinem Hund sucht – demnächst gibt es wieder eine Hundeschule im Ammerland, genauer gesagt in Bad Zwischenahn. Aber nun widmen wir uns wieder ganz dem Ritterweg.

Hält man sich also in der USA auf – in Unserem Schönen Ammerland – dann darf die Wanderung entlang des Ritterweges nicht fehlen.

Ein wunderbarer Rundweg

Wir haben den Rundweg vom Parkplatz an der Oldenburger Straße begonnen. Von hier aus geht es direkt los in Richtung Schlossweg, weg von der Hauptstraße ins Grüne. Die gesamte Strecke umfasst ca. 6,6 Kilometer, gemütlich zurück zu legen in 1 Stunde 40 Minuten. Größtenteils handelt es sich um Sand-, Wald- und Wiesenwege, leglich gegen Ende der Tour läuft man auf asphaltiertem Untergrund, dennoch abseits von Hauptstraßen. Gerade dies finde ich für eine Tour mit Hund sehr ansprechend. Aber auch für uns Menschen ist dies wirklich angenehm, will man doch dem Alltag und dem hektischen Treiben gerade auf solchen Touren entfliehen.

Als wir die Tour diesen Pfingstsonntag gelaufen sind, war es im übrigen sehr warm, was aber nicht wirklich auffiel, da die meiste Strecke schön schattig ist. Wasserquellen, an denen die Hunde trinken können, sind allerdings eher rar, daher bei warmen Temperaturen unbedingt Wasser mitnehmen! Weiterer Pluspunkt: es war trotz des Feiertages nicht viel los, bzw. war genügend Platz sich aus dem Weg zu gehen. Ich finde nichts schrecklicher, als überfüllte Wege.

Ritterweg

Schloss Fikensolt

Erster Wegepunkt, direkt nach der Reitanlage des Ammerländer Reitclubs ist das Schloss Fikensolt. Hierbei handelt es sich um ein Schloss im Barockstil. Das Schloss wurde mittlerweile restauriert und befindet sich in Privatbesitz, daher leider kein Zugang für die Öffentlichkeit. Ein Foto von der Straße aus, habe ich nicht gemacht, da parkende Fahrzeuge die Sicht „verschönerten“. Einen Blick, direkt auf die Front gibt es aber auf den Seiten der Ammerland Touristik. Vor Ort gibt es dennoch eine Infotafel und auch eine Hörstation. Hier gibt es eine Sage um die Braut von Fikensolt.

Zwischen den Junkern von Fikensolt und von Wittenheim herrschte lange Zeit eine Feindschaft, bis endlich der Junker von Fikensolt sich entschloss, die Tochter des Junkers von Wittenheim zur Braut zu nehmen und dadurch den Familienhass zu beseitigen. Am Hochzeitsmorgen fuhr die prächtig gekleidete Braut gen Fikensolt. Doch niemand eilte ihr zum Empfang entgegen. Als die Kutsche durch die Allee fuhr  und über die Brücke des Burggrabens kam, sah die Braut dass alle Fenster und Türen geöffnet waren. Doch noch immer erschien niemand, um sie zu begrüßen, auch nicht ihr Bräutigam, der Junker von Fikensolt. Der Braut viel die Verwirrung unter den Bediensteten auf, als ihr ein Diener entgegen kam und eine Perlenkette reichte: »Perlen bedeuten Tränen«,, sprach die Braut und erhielt die schreckliche Nachricht vom Tode ihres Bräutigams. Daraufhin wurde die Braut an das Totenbett des Junkers zu Fikensolt geführt. Nun erfuhr die Braut von Fikensolt, dass die Haushälterin des Junkers ihn aus Liebe vergiftet hatte. Sie konnte es nicht ertragen, dass eine Andere seine Frau werden sollte.Noch heute sagt man daher im Ammerland: »He kummt to laat at de Bruut van Fikensolt«.

Quelle: Westerstede Touristik

Eine Ammerländer Version von GZSZ zu früheren Zeiten.

Baumschulpfade

Das Ammerland zählt zu den bedeutendsten Gebieten zum Anbau von Baumschulpflanzen. Auf rund 2600 Hektar Fläche gibt es mehr als 350 Baumschulen, Besonders auffällig sind hier Rhododendron. 90% aller in Deutschland gezogenen Rhododendron-Pföanzen stammen aus dem schönen Ammerland. (Quelle: Wikipedia)

Dieses spiegelt sich auch auf diesem kleinen Rundweg wieder. Bereits bei der Anfahrt säumen sich links und rechts Baumschulen und auch auf dem Ritterweg selbst kommt man an einigen Baumschulflächen vorbei. Ebenso zieren immer wieder riesige Rhododendren den Weg links und rechts.

Ritterweg Rhododendron

Burgplatz Mansingen

Die Burgherren waren die Ritter von Mansingen, viel mehr ist leider nicht bekannt. Die einstige Burg, bzw. die Hauptburganlage entstand auf einem größeren Hügel, in unmittelbarer Nähe gab es weitere, aber niedrigere Erhebungen, dort standen Vorburg und Wirtschaftsräume. Man nennt dies auch „Motte“, eine Ringwallanlage. Die Entstehung der Burg fällt ins das 11. und 12. Jahrhundert.

Hier stehen im Übrigen Tisch und Stühle bereit und laden zum Verweilen ein. Ebenso befindet sich hier der Freialtar. Ebenfall versehen mit Informationen für Besucher.

Die Sage vom Mansinger Burgschatz

Wie so oft, soll es auch hier einen sagenumworbenen Schatz geben. Diesen hat natürlich noch niemand gefunden. Damals ging es darum, sich in seiner Herschaft gegen das benachbarte Ostfriesland durchzusetzen.Letztlich wurde die Burg in Mansingen dennoch aufgegeben und seit dem erzählt man sich, dass die Ritter etwas sehr wertvolles zurückgelassen haben. Keiner hat es bis jetzt geschaft, den Schatz zu heben, denn der Schatz wird vom Teufel bewacht. Wie das aber immer so ist… natürlich gab es einige Mutige, die es versuchen wollten. Während sie gruben, hört sie Hufgetrappel und sahen kurz darauf eine Kutsche. Unheimlich war es, dennoch wurde die Arbeit fortgesetzt. Man stieß kurz darauf auf eine Kiste, welche man zu bergen versuchte, als ein schwarzer Reiter auftauchte. Er ritt kein Pferd, sondern einen riesigen Hahn mit rotgelben, wie Feuerflammen leuchtenden Federn. Der Reiter fragte die Schatzsucher, ob er es schaffen würde, die Kutsche einzuholen. Daraufhin erwiderte einer der Schatzgräber, dass dies wohl nur der Teufel könnte. Al s er dies aussprach, rollte die Koste unter lauten Poltern zurück in die Tiefe und es war klar, dass der Schatz von keinem geringeren als dem Teufel selbst bewacht wurde.

Na… wer hat noch Lust nach dem Schatz zu suchen?

Torsholter Kirchweg und Friesendenkmal

Nach dem Burgplatz folgt man dann dem Torholter Kirchweg. Ein Waldgebiet säumt diesen Weg. Man überquert stillgelegte Schienen (hier fahren lediglich Dräsinen) passiert einen kleinen See. Es ist unglaublich schön und vor allem ruhig.

Man kommt unweigerlich auch am Friesendenkmal vorbei. Dieses wurde 1912 aus Findlingen errichtet und soll an eine Schlacht zwischen Ammerländer Bauern und Ostfriesen erinnern. Hier wird von Graf Gerd erzählt, einen gefürchteten Raubritter. Die Schlacht zwischen den Bauern und den Ostfriesen ereigenete sich im 15. Jahrhundert.

Ritterweg Friesendenkmal

Tourdaten

Alles in allem eine wirklich sehr schöne Tour, die man wirklich gut mit Hund wandern kann. Ich habe diese Tour via Komoot aufgezeichnet, hier könnt ihr alle Daten, eine Kartenansicht und noch weitere Informationen anderer Wanderer anschauen.

Ein Besuch im schönen Ammerland lohnt sich alle mal. Wir planen derweil bereits eine neue Strecke.

Auch sehr schön: Greetsiel – ein Fischerdorf in Ostfriesland oder der Hermannsweg im Tecklenburger Land

By |2018-05-21T13:52:07+00:00Mai 21st, 2018|Unterwegs mit Hund|2 Comments

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Hi, ich bin Nicole, Hundetrainerin mit Leib und Seele. Hier werde ich regelmäßig rund um den Hund berichten. Bei Fragen rund um das Thema Hund kannst Du mir gern eine EMail schicken. Falls du unsere Tipps und Hinweise gut findest dann teil Sie gerne deinem Netzwerk mit - Danke. Hier machen wir auch mit: Facebook | Hundeschule Leinenengel bei Google + |

2 Comments

  1. Darleen 23. Mai 2018 um 0:57 Uhr - Antworten

    Hi Nicole,

    danke für diesen Beitrag. Wir sind immer mal wieder in Aurich bei den Schwiegereltern unterwegs, dann möchte ich die Strecke unbedingt mal in Angriff nehmen!
    Ich würde mich auch sehr über weitere Touren aus der Region freuen. Liebe Grüße, Munchkin und Darleen

    • Nicole Funk 23. Mai 2018 um 8:13 Uhr - Antworten

      Hallo Darleen,
      danke für Deinen Kommentar.
      Aurich hat ja auch tolle Ecken, wir sind total gern im Ammerland und Ostfriesland unterwegs.
      Hast Du Tipps in Aurich?
      Weitere Beiträge zu diesem Thema sind in Planung 😉
      Liebe Grüße,
      Nicole

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